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Das Olivenöl im Detail erklärt

Was bedeutet “extra vergine“?
Je jungfräulicher, desto besser – das gilt jedenfalls für Olivenöl. Die Qualität des Öles wird in verschiedene Güteklassen unterteilt, die die Beschaffenheit und den Nährwert des Olivenöls angeben. Dabei ist die Devise: je unbelassener, desto genießbarer. Mit der Bezeichnung extra vergine wird die höchste Qualitätsgüte angegeben, die Olivenöl besitzen kann. Wie diese zustande kommt sowie ein kleiner Guide, auch im Ausland hochwertiges Olivenöl kaufen zu können, im Folgenden. Eines kann man sich merken: Je weniger Säure Olivenöl enthält, desto qualitativ hochwertiger ist es.

 

Besonders jungfräulich – extra vergine
Die Begriffsdefinition extra vergine stammt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie “besonders jungfräulich”. Damit wird die Verarbeitungsqualität von Olivenöl bezeichnet. Extra vergine bedeutet, dass das Öl kalt gepresst wurde und absolut naturbelassen ist. Doch wann darf ein Öl als extra vergine bezeichnet werden? Ein Olivenöl, das als extra nativ, wie es im Deutschen heißt, bezeichnet wird, darf über maximal 0,8 Gramm Säure auf 100 Gramm Öl verfügen. Natives Olivenöl, also ohne den Zusatz “extra” besitzt 2 Gramm oder mehr Säure auf 100 Gramm Öl.

Den Unterschied zwischen extra verginen und nativem Olivenöl kann man nicht schmecken. Dies wurde in diversen Verkostungen auf die Probe gestellt. Der Unterschied im Säuregehalt lässt sich nur durch Messungen im Labor feststellen.

 

Wie kommt der unterschiedliche Säuregehalt zustande?
Oliven verändern im Laufe ihrer Lagerzeit ihren Säuregrad. Je länger die Oliven reifen, desto mehr Säure enthalten sie. Faule, überreife und alte Oliven haben sehr viel Säure, frische Oliven hingegen sehr wenig. Deshalb entscheidet schon der Erntezeitpunkt und die Geschwindigkeit der Verarbeitung über die Qualität des Öles. Optimalerweise sollten die Oliven für extra vergines Öl im halbreifen, hellgrünen Zustand gepflückt werden. Dies geschieht von Hand im Oktober und November. Doch auch die Verarbeitung selbst bestimmt die Güte des Olivenöls. Extra vergines Olivenöl ist kaltgepresst oder kalt extrahiert worden. Minderwertiges Öl hingegen wird durch eine chemische Extraktion aus der Olive gewonnen.

 

Kann ich extra vergines Olivenöl kaufen?
In deutschen Supermärkten erhält man in der Regel extra natives und natives Olivenöl. Normalerweise bevorzugen die meisten Einzelhändler extra vergines Öl. Allerdings können Verbraucher bei den Ölsorten nicht unbedingt sicher sein, dass sie wirklich hochwertige Ware bekommen. Häufig werden extra vergine Öle und minderwertiges Olivenöl miteinander gemischt, um alle Produkte einer Ernte verkaufen zu können. Eine andere Variante ist, die minderwertigen Öle so lange chemisch aufzureinigen, bis sie die Anforderungen an extra vergines Olivenöl erfüllen. Wer wirklich naturbelassenes, extra vergines Öl kaufen möchte, sollte sein Olivenöl aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen.

 

Extra vergines Olivenöl ist gesund
In extra verginem Olivenöl sind eine Menge gesunder Nährstoffe enthalten. So befinden sich darin gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe, die den Blutdruck senken können. Zusätzlich handelt es sich bei der Säure um Ölsäure, welche den Cholesterinspiegel niedrig hält und darüber hinaus das Öl lange haltbar macht. Dank der Ölsäure kann eine ungeöffnete Flasche extra vergines Olivenöl bis zu anderthalb Jahre aufbewahrt werden.

 

Extra vergines Olivenöl – ein Einkaufsguide
Auch im Urlaub möchte man sich gesund ernähren und lecker kochen. Extra vergines Olivenöl ist dafür unerlässlich. Damit man auch im Supermarkt zum richtigen Öl greift, hier eine kleine Übersicht der Bezeichnungen in unterschiedlichen Sprachen:

  • Englisch: Extra virgin olive oil
  • Französisch: Huile d’olive extra vierge
  • Italienisch: Olio extra vergine di oliva
  • Spanisch: Aceite de oliva virgen extra